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Räderwechsel zum Nulltarif

Einfach selbst montieren

8.12.2025 | © ReifenX.de

Kompletträder selber montieren und Kosten sparen

Ob zwischen Sommer- und Winterreifen oder beim Wechsel auf ein zweites Felgenset - in Werkstätten kann das schnell ins Geld gehen. Viele Autofahrer entscheiden sich deshalb dafür, Kompletträder selbst zu montieren und so pro Jahr einen spürbaren Betrag einzusparen.

Mit etwas Vorbereitung, dem richtigen Werkzeug und einer strukturierten Vorgehensweise ist das für die meisten Fahrzeugbesitzer gut machbar. Die Kosten für einen professionellen Räderwechsel variieren stark. Je nach Region und Werkstatt liegen sie oft zwischen 25 und 45 Euro pro Wechsel. Wer also zweimal im Jahr zur Werkstatt fährt, gibt zwischen 50 und 90 Euro jährlich aus. Auf ein paar Jahre gerechnet kommt ein ordentlicher Betrag zusammen. Durch den eigenen Wechsel spart man aber nicht nur Geld, sondern man lernt auch sein Fahrzeug besser kennen. Außerdem ist man zeitlich flexibel und nicht von Werkstattterminen abhängig - gerade in der Hauptsaison ein großer Vorteil.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Kompletträder bestehen aus Reifen, die bereits auf Felgen montiert und gewuchtet sind. Das bedeutet: Man muss zuhause keine Reifen ab- oder aufziehen - ein großer Unterschied zum Reifenwechsel, der Spezialmaschinen erfordert. Für Kompletträder genügt ein solider Untergrund, etwas Platz und das passende Werkzeug.

Benötigtes Werkzeug

  • Wagenheber (am besten ein stabiler Rangierwagenheber, nicht nur der Not-Wagenheber aus dem Auto)
  • Radkreuz
  • Drehmomentschlüssel (um die Radschrauben korrekt anzuziehen – sehr wichtig!)
  • Drahtbürste oder grober Lappen (zum Reinigen der Radnaben)
  • Kupferpaste oder Keramikpaste (ganz dünn für die Nabe, gegen Festkorrosion)
  • Handschuhe für besseren Grip und Schutz

Schritt für Schritt Anleitung

  • 1. Fahrzeug vorbereiten: Das Auto muss auf einer ebenen, festen Fläche stehen. Handbremse anziehen und einen Gang einlegen bzw. bei Automatik auf „P“ stellen. Wenn möglich, Unterlegkeile benutzen – Sicherheit geht vor.

  • 2. Radschrauben lockern: Bevor der Wagen angehoben wird, die Radschrauben leicht lösen – aber nur ein Stück, keinesfalls abschrauben. Am einfachsten geht das mit einem Radkreuz oder einer stabilen Knarre.

  • 3. Fahrzeug anheben: Mit dem Wagenheber den entsprechenden Ansatzpunkt am Fahrzeug suchen (im Handbuch findet man genaue Hinweise). Das Auto so weit anheben, dass das Rad frei schwebt.

  • 4. Altes Rad abnehmen: Die gelockerten Schrauben vollständig herausdrehen und das Rad abnehmen. Wenn es fest sitzt, vorsichtig mit den Händen ruckeln – niemals mit Werkzeug hebeln.

  • 5. Radnabe reinigen: Rost und Schmutz an der Auflagefläche entfernen. Eine saubere Nabe sorgt dafür, dass das neue Rad perfekt sitzt und verhindert spätere Vibrationen.

  • 6. Neues Komplettrad aufsetzen: Felge auf die Radbolzen oder Zentrierung setzen. Das Rad sollte sich ohne Gewalt aufschieben lassen. Schrauben handfest einschrauben.

  • 7. Fahrzeug absenken: Das Auto wieder vorsichtig ablassen, bis das Rad Kontakt zum Boden hat und nicht mehr frei dreht.

  • 8. Radschrauben mit Drehmoment festziehen: Mit dem Drehmomentschlüssel die Schrauben über Kreuz anziehen (das Über-Kreuz-Anziehen sorgt dafür, dass sich die Felge gleichmäßig setzt). Der richtige Drehmomentwert steht im Fahrzeughandbuch oder manchmal auf einem Aufkleber im Türrahmen.

  • 9. Reifendruck prüfen: Alle vier Räder auf den empfohlenen Druck bringen. Der Wert steht im Tankdeckel oder in der Betriebsanleitung. Moderne Autos erkennen nach wenigen Kilometern den neuen Reifendruck automatisch.

  • 10. Nach 50–100 km nachziehen: Nach einer kurzen Fahrstrecke sollten die Schrauben noch einmal mit dem vorgeschriebenen Drehmoment kontrolliert werden.

Fehler vermeiden

  • Niemals ohne Drehmomentschlüssel arbeiten - zu fest oder zu locker ist beides gefährlich.
  • Nicht auf weichem Untergrund arbeiten - der Wagenheber kann absacken.
  • Schrauben nicht einfetten - nur die Nabe hauchdünn behandeln, niemals das Gewinde.
  • Räder nicht kreuz und quer mischen – Markierungen beim Abnehmen helfen beim späteren Rotieren.

Fazit

Kompletträder selbst zu montieren ist eine hervorragende Möglichkeit, Geld zu sparen und trotzdem höchste Sicherheit zu gewährleisten. Mit etwas Übung geht der halbjährliche Wechsel schnell von der Hand und das gute Gefühl, unabhängig von Werkstattterminen zu sein, kommt gratis dazu. Die Investition in ein paar solide Werkzeuge lohnt sich langfristig auf jeden Fall, denn die jährlichen Einsparungen sind deutlich spürbar.

Montieren Sie Ihre Räder selbst oder bevorzugen Sie den Service einer Fachwerkstatt? Schreiben Sie es gern unten in die Kommentare!